Das Kinderzentrum Am Wiesenrain und der Träger Kita Frankfurt feiern ein besonderes Jubiläum: Vor 30 Jahren, am 29. August 1996, öffnete die Einrichtung ihre Türen. Zu diesem Anlass lud das KiZ am 29. August Kinder, Familien, Ehemalige und Beschäftige zu einem gemeinsamen Jubiläumssommerfest ein. Seit der Eröffnung vor 30 Jahren ist das Kinderzentrum Am Wiesenrain ein Ort geworden, an dem aktuell 126 Kinder – davon 63 im Hort und 63 im Kindergarten – nicht nur betreut, sondern vor allem in ihrer Selbstbestimmtheit und Individualität gefördert werden.

Das Kinderzentrum Am Wiesenrain steht für moderne Pädagogik, die Partizipation, Inklusion und Selbstbestimmtheit in den Mittelpunkt stellt. Hier entscheiden die Hortkinder in einer Kinderkonferenz selbst über die Gestaltung des Außengeländes – ein lebendiges Beispiel für gelebte Mitbestimmung. Auch bei der Auswahl des Mittagessens und der Zubereitung von Frühstück und Snacks sind die Kinder beteiligt. „Bei uns lernen Kinder von klein auf, Verantwortung zu übernehmen und ihre Umwelt mitzugestalten“, betont Alexander Gromek, Leitung im KiZ Am Wiesenrain.
Bildungsdezernentin Sylvia Weberbetont: „Das Kinderzentrum Am Wiesenrain ist ein Vorzeigeprojekt für gelebte Inklusion, Partizipation und Gemeinschaft. Hier wird nicht nur über Vielfalt gesprochen – hier wird sie jeden Tag gelebt. Mein herzlicher Glückwunsch zum 30-jährigen Jubiläum – möge dieser Ort noch viele Kinder auf ihrem Weg begleiten!“ Inklusion wird hier nicht nur als Konzept, sondern als gelebte Praxis verstanden: In allen Gruppen gibt es Kinder mit erhöhtem Förderbedarf und unterschiedlichen Beeinträchtigungen. Zudem arbeiten auch Menschen mit Beeinträchtigungen im Team mit – ein Zeichen für gelebte Vielfalt. Das Haus ist zudem ein Lernort für Auszubildende der Sozialassistenz und Erziehung, FSJ-Kräfte, Praktikant:innen sowie Studierende und Hospitant:innen.
Ein Ort der Vielfalt, Partizipation und Inklusion in Ginnheim
Mit 19 verschiedenen Nationen unter einem Dach ist das Kinderzentrum Am Wiesenrain ein Spiegelbild der gesellschaftlichen Vielfalt. Die pädagogische Arbeit ist geprägt von einer hohen Bereitschaft zur Elternbeteiligung – sei es durch Elternbeirat, Familiennachmittage oder gemeinsame Gartentage. Ein besonderes Highlight ist der Wildgarten, in dem die Kinder selbst Beete anlegen und von der Saat bis zur Ernte begleiten – von Kartoffeln über Beeren bis hin zu Kürbissen. Ab Herbst bereichert zudem eine neue Spalierobstwand das Gelände. Zudem bieten Ferienfreizeiten für Hortkinder und Waldwochen für Kindergartenkinder besondere Erlebnisse abseits des Alltags. Die enge Zusammenarbeit mit der Diesterwegschule und dem Sozialrathaus Nord unterstreicht die Vernetzung des Zentrums im Stadtteil.

In den letzten zwei Jahren wurde das Gebäude komplett saniert – von Dach bis Außenfassade – und das im laufenden Betrieb. „Das zeigt das Engagement unserer Fachkräfte, die immer bereit sind, einen Schritt weiterzugehen, als es erforderlich wäre“, sagt Alexander Gromek.